Passivhausplanung
Das Passivhaus ist ein Gebäude mit derart geringem Heizwärmebedarf, welchem die Wärme über das ohnehin vorhandene Zuluftsystem zugeführt werden kann. Aufgrund der hocheffizienten Anlagentechnik und des geringen Energieverbrauchs kann ein Passivhaus auf konventionelle Heizungstechnik verzichten. Der Heizenergieverbrauch für die Heizung beträgt pro Jahr und Quadratmeter 15 kWh. Dies entspricht 1,5 Liter Öl oder besser gesagt ca. 1,20 € pro Jahr und m².
Bei den Baukosten liegt das Passivhaus bei ca. 10 Prozent über den Kosten eines Niedrigenergiehauses. Die Kosten stammen aus der verstärkten Wärmedämmung der umfassenden Hüllfläche, wie aber auch durch die qualitativ sehr hohen Fenster, die an einer Außenwand die Schwachstelle darstellen und der sehr effizienten Anlagentechnik.
Die hohen Baukosten werden jedoch wiederum durch die kfW-Bank mit zinsbilligen Darlehen und Tilgungszuschüssen bezuschusst. In manchen Städten und Gemeinden gibt es ebenfalls Zuschüsse für den Bau eines Passivhauses.
Nicht nur Wohngebäude können als Passivhaus errichtet werden. Auch Nichtwohngebäude in Form von Hotels, Krankenhäuser, Verwaltungsgebäude und vielen anderen Gebäuden können im Passivhausstandard errichtet werden.

